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Was bietet der Masterstudiengang HPS?

Die Studierenden lernen in historischen Kategorien und Entwicklungszusammenhängen zu denken und diese forschungsorientiert anzuwenden, philosophische Argumente zu analysieren, philosophische Problemlösungen kritisch zu prüfen und argumentativ zu rechtfertigen; sie erhalten eine vertiefte Kenntnis der allgemeinen Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie samt ihren Grundlagen, Methoden und der Historiographie. Ausgewählte Themen und Probleme werden in diesen Bereichen vertieft. Für beide Forschungsfelder ist eine sachliche Kenntnis spezifischer wissenschaftlicher Forschungsgegenstände unerlässlich, die sich an den individuellen Forschungsinteressen orientiert.

Warum HPS an der Universität Wien studieren?

Die Universität Wien bietet eine international einmalige institutionelle Verknüpfung zwischen Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie. Der Standort Wien blickt auch auf eine reiche Tradition im Bereich der Wissenschafts-philosophie und -geschichte zurück: Ernst Mach (1838-1916), Pionier der HPS, und der berühmte Wiener Kreis um den Wissenschaftsphilosophen Moritz Schlick (1882-1936) wirkten hier. Diese Tradition wird heute durch eine Reihe von Lehrstühlen und Forschungsschwerpunkten an der Universität Wien wieder aufgenommen:

·       Am Institut für Philosophie und Institut für Zeitgeschichte: Doppelprofessur für History and Philosophy of Science; Professur für Angewandte Wissenschaftstheorie und Erkenntnistheorie.

·       Am Institut für Geschichte: Professur für neuere Geschichte mit Schwerpunkt Wissenschaftsgeschichte; Arbeitsgruppe für Wissenschaftsgeschichte.

·      Der MA HPS ist die ideale Voraussetzung für das neu eingerichtete Doktoratsprogramm "The Sciences in Historical, Philosophical and Cultural Contexts", siehe:  http://dkplus-sciences-contexts.univie.ac.at/

Ist HPS das richtige Studium für mich?

Der Masterstudiengang HPS richtet sich hauptsächlich an AbsolventInnen eines BA in Philosophie und/oder Geschichte, die ihr Interesse für das Phänomen “Wissenschaft” entwickeln und vertiefen möchten, darüber hinaus bietet der Masterstudiengang HPS AbsolventInnen anderer Fachrichtungen der Natur-, Kultur- und Sozialwissenschaften die einzigartige Gelegenheit, im Kontext einer erweiterten Perspektive auf die Wissenschaftslandschaft, die historischen und erkenntnistheoretischen Dimensionen ihres Faches zu vertiefen:

·       Wie entsteht Wissenschaft? Wie verändern sich wissenschaftliche Theorien im Laufe der Wissenschaftsgeschichte? Gibt es “die” Wissenschaft? Wie ist das Verhältnis zwischen Entstehung und Begründung wissenschaftlichen Wissens zu verstehen?

·       Wie sollen wir wissenschaftliches Wissen interpretieren? In welchem Sinne existieren Elektronen, Gene und Zahlen? Was sind Experimente? In welcher Beziehung stehen Experimente und Alltagserfahrung? Was können Gedankenexperimente zeigen? Was leisten die jeweiligen wissenschaftlichen Methoden?

·       Wie interagieren Wissenschaft, Gesellschaft und Politik? Welche sozialen Bedingungen ermöglichen wissenschaftliche Forschung? Kann Wissenschaft als soziales Phänomen objektives Wissen produzieren? Gehen Wissenschaftler-Innen rational vor?

HPS bietet ein einzigartiges Umfeld für alle Studierenden, die diese spannenden Fragen in methodologischer, erkenntnistheoretischer und historischer Perspektive vertiefen möchten!

Aufbau des Masterstudiengangs HPS

Studierende verschiedener Fachrichtungen bringen im Masterstudium ein fundiertes Wissen an fachspezifischen Voraussetzungen ein. Ausgehend davon ist in der Eingangsphase ein Kompensationsmodul zur Ergänzung der fachspezifischen Ausbildung vorgesehen (Modul 1).
Gleichzeitig wird in einem Eingangs-Kolloquium die Grundlage für die gemeinsame Diskussions- und Kooperationsbasis geschaffen (Modul 2).
Es folgt eine solide Ausbildung in Wissenschaftsgeschichte und Wissenschaftsphilosophie (Module 3 und 4).
Die Aneignung spezifischer fachwissenschaftlicher Kompetenzen kann individuell, im Hinblick auf die eigene Forschungsarbeit gestaltet werden (Modul 5).
Die Abfassung einer Masterarbeit wird durch ein Master-Kolleg begleitet (Modul 6).

Übersicht

Module

 

 

 

ECTS

 

 

 

M1 Alternatives Pflichtmodul

M1.1 Philosophie

M1.2 Geschichte

M1.3 Fachwissenschaft

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20

 

 

 

M2 Methoden und Probleme

10

M3 Wissenschaftsgeschichte

20

M4 Wissenschaftsphilosophie

20

M5 Vertiefungsmodul

10

M6 Mastermodul

5

Masterarbeit

30

Masterprüfung

5

Summe

120

 

 

 

 

Anmeldung

Referat Studienzulassung

Universität Wien

Dr.-Karl-Lueger-Ring 1,  1010 Wien

studienzulassung.univie.ac.at

Zuständige Studienprogrammleitung Philosophie:

Univ.-Doz. Mag. Dr. Klaus Puhl

in Zusammenarbeit mit der Studienprogrammleitung Geschichte:

Univ. Prof. Dr. Thomas Hellmuth

Stellv. Univ.-Prof. Dr. Stefan Zahlmann, M.A.

Auf einen Blick:

Name des interdisziplinären Studiengangs:

Wissenschaftsphilosophie und Wissenschaftsgeschichte (History and Philosophy of Science – HPS)

Dauer: 4 Semester (120 ECTS)

Zulassung: Bachelor oder äquivalenter Studien-abschluss (vorzugsweise Philosophie oder Geschichte). Im Falle einer anderen Studienrichtung obliegt die Zulassung dem studienrechtlich zuständigen Organ.

Abschluss: Master of Arts (MA)

Start: 01.10.2010 (und jedes folgende Wintersemester)

Info: http://hps.univie.ac.at

Impressum: Für den Inhalt verantwortlich:
Institut für Philosophie und Institut für Zeitgeschichte. Friedrich Stadler

 

 

 

 

 

 

 

 

Univ.-Prof. Dr. Friedrich Stadler
Universität Wien
Institut für Philosophie,
Institut Wiener Kreis
und
Institut für Zeitgeschichte
Spitalgasse 2, Hof 1.13
A-1090 Wien

T: +43-1-4277-412 29
F: +43-1-4277-9412
E-Mail
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